Vergleich

RPA vs. Power Automate

Power Automate ist Microsofts Automatisierungsplattform — und enthält selbst RPA-Funktionen. Der Vergleich ist daher weniger ein "entweder/oder" als eine Frage des Ansatzes: Wann ist eine Plattform wie Power Automate die richtige Wahl, wann ist ein tool-unabhängiges RPA-Projekt sinnvoller?

Kurz erklärt: Power Automate ist eine Low-Code-Automatisierungsplattform von Microsoft mit Cloud-Workflows, Desktop-Automatisierung (früher Power Automate Desktop) und KI-Funktionen. RPA (Robotic Process Automation) ist ein Ansatz — kein spezifisches Tool. Er kann mit Power Automate, UiPath, Automation Anywhere oder eigenen Lösungen umgesetzt werden.

Wo Power Automate stark ist

Wo Power Automate Grenzen hat

Direkter Vergleich

Kriterium Power Automate Tool-agnostisches RPA
Einstiegshürde Niedrig (Low-Code) Höher (Entwicklungsaufwand)
Microsoft-Integration Sehr stark (nativ) Möglich, aber nicht nativ
Legacy-Systeme ohne API Begrenzt über Desktop-Flows Stark (Kernstärke von RPA)
Laufende Kosten Lizenzabhängig, skalierend Wartungsaufwand, keine Plattformlizenz
Komplexe Ausnahmelogik Begrenzt Flexibel umsetzbar
Vendor-Lock-in Hoch (Microsoft-Ökosystem) Niedrig bis mittel

Was das für Ihre Entscheidung bedeutet

Power Automate ist sinnvoll, wenn Sie stark im Microsoft-Ökosystem sind, einfachere Workflows automatisieren möchten und bereits entsprechende Lizenzen haben. Ein tool-agnostischer RPA-Ansatz ist sinnvoller, wenn Sie Legacy-Systeme ohne API einbinden müssen, komplexe Ausnahmelogik brauchen oder keine Microsoft-Abhängigkeit aufbauen wollen.

In der Praxis kombinieren viele Unternehmen beides: Power Automate für die einfachen Cloud-Workflows, spezialisiertes RPA für die schwierigen Legacy-Verbindungen.

Unsicher, welcher Ansatz passt?

Beschreiben Sie den Prozess und die beteiligten Systeme. Wir empfehlen den sinnvollsten Ansatz — ohne Plattform-Präferenz.

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